Masken helfen nicht
Gut sitzende medizinische Masken und FFP2-Masken verringern die Übertragung von Atemwegsviren, indem sie die Ausbreitung von Aerosolen und Tröpfchen reduzieren. Dieser Effekt ist durch Labor- und Beobachtungsstudien belegt, besonders in Innenräumen und bei korrektem Sitz. Masken wirken am besten als Teil mehrerer Maßnahmen wie Lüften und Abstand.
Lösungsaversion
Die Ablehnung der Maskenwirkung tritt meist gemeinsam mit der Ablehnung der damit verbundenen staatlichen Maßnahme auf, der Maskenpflicht. Wird eine gut belegte Schutzwirkung untrennbar mit einer als Freiheitseinschränkung empfundenen Vorschrift verknüpft, sinkt bei ablehnender Haltung zu staatlicher Regulierung die Bereitschaft, die zugrunde liegende Evidenz überhaupt anzuerkennen.
Lösungsaversion bezeichnet die Tendenz, ein Problem selbst dann zu leugnen oder kleinzureden, wenn die bekannte Lösung der eigenen politischen Überzeugung widerspricht. Die Psychologen Troy Campbell und Aaron Kay zeigten experimentell, dass Menschen wissenschaftliche Belege stärker anzweifeln, sobald die damit verbundene Maßnahme ihr Weltbild bedroht, etwa staatliche Regulierung bei eher konservativ eingestellten Personen oder schärfere Waffengesetze bei eher liberal eingestellten Personen. Wird dieselbe Problemlage mit einer ideologisch akzeptableren Lösung verknüpft, steigt die Bereitschaft, das Problem überhaupt anzuerkennen, deutlich. Der Mechanismus erklärt, warum Faktenresistenz oft weniger mit dem Problem selbst zu tun hat als mit der Angst vor seiner Lösung.
Beleg zu diesem Mechanismus: