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Faktenchecker wie Correctiv sind bezahlte Schlägertrupps der Regierung

Fakt

Faktencheck-Redaktionen arbeiten nach nachvollziehbaren Methoden, legen ihre Quellen offen und korrigieren eigene Fehler. Viele sind unabhängig organisiert und teils nach internationalen Standards zertifiziert, etwa im International Fact-Checking Network. Sie können sich irren, ihre Prüfungen sind aber transparent und überprüfbar, anders als eine Inquisition. Kritik an einzelnen Checks ist möglich, macht die Arbeit aber nicht zu staatlicher Verfolgung.

Psychologischer Hintergrund

Motiviertes Schlussfolgern

Weil Faktenchecks gerade die eigenen Überzeugungen infrage stellen können, wird nicht der widerlegte Inhalt überdacht, sondern die widerlegende Instanz selbst als korrupt und regierungsgesteuert diskreditiert. Diese Umdeutung schützt die eigene Position, ohne sich mit den offengelegten Quellen und Methoden der Faktencheck-Redaktionen auseinandersetzen zu müssen.

Menschen bewerten Informationen und Belege nicht rein sachlich, sondern auch danach, ob eine Schlussfolgerung die Zugehörigkeit zu einer wichtigen sozialen, politischen oder kulturellen Gruppe bestätigt oder bedroht. Widerspricht eine Tatsache den Überzeugungen der eigenen Gruppe, werden Belege eher angezweifelt, uminterpretiert oder abgewertet, und zwar auch von Personen mit hoher analytischer Fähigkeit. Dieses als motiviertes Schlussfolgern oder identitätsschützende Kognition bezeichnete Muster bedeutet, dass Denken nicht primär der Wahrheitsfindung dient, sondern dem Erhalt der Zugehörigkeit zur eigenen Gruppe. Besonders ausgeprägt zeigt sich der Effekt bei Themen, die stark mit politischer oder kultureller Identität verknüpft sind.