Stammtischbingo
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Parole

Die Regierung lässt Millionen Migranten ins Land um sie illegal wählen zu lassen

Fakt

Nicht-Staatsbürger dürfen bei US-Bundeswahlen nicht wählen, ein Verstoß ist eine Straftat und führt zu Ausweisung. Untersuchungen zeigen, dass illegale Stimmabgabe durch Nicht-Bürger extrem selten ist und Wahlergebnisse nicht beeinflusst. Migration entsteht durch Flucht, Arbeit und Familie, nicht durch einen Plan zur Wählerbeschaffung. Die Erzählung ist eine US-Variante des widerlegten Großen Austauschs.

Psychologischer Hintergrund

Motiviertes Schlussfolgern

Die Behauptung erklärt unliebsame Wahlergebnisse nicht durch legitime politische Mehrheiten, sondern durch einen angeblich organisierten Betrug, was den Glauben an eine eigentlich vorhandene eigene 'wahre' Mehrheit schützt. Klare Gegenbelege wie das geltende Wahlrecht und die Strafbarkeit von Wahlfälschung werden dabei beiseitegeschoben, weil die Erzählung primär dem Erhalt der eigenen politischen Identität dient, nicht der Tatsachenfeststellung.

Menschen bewerten Informationen und Belege nicht rein sachlich, sondern auch danach, ob eine Schlussfolgerung die Zugehörigkeit zu einer wichtigen sozialen, politischen oder kulturellen Gruppe bestätigt oder bedroht. Widerspricht eine Tatsache den Überzeugungen der eigenen Gruppe, werden Belege eher angezweifelt, uminterpretiert oder abgewertet, und zwar auch von Personen mit hoher analytischer Fähigkeit. Dieses als motiviertes Schlussfolgern oder identitätsschützende Kognition bezeichnete Muster bedeutet, dass Denken nicht primär der Wahrheitsfindung dient, sondern dem Erhalt der Zugehörigkeit zur eigenen Gruppe. Besonders ausgeprägt zeigt sich der Effekt bei Themen, die stark mit politischer oder kultureller Identität verknüpft sind.