Die Impfung tötet
Für Deutschland liegen dazu ausgezählte Meldedaten vor. Im Zeitraum vom 27.12.2020 bis 31.12.2024 wurden mehr als 197 Millionen Impfungen verabreicht. Die Melderate von Verdachtsfällen einer Nebenwirkung lag bei 1,78 Meldungen pro 1.000 Impfdosen, bei schwerwiegenden Verdachtsfällen bei 0,32 pro 1.000 Dosen. Eine Meldung ist dabei ein Verdacht, kein nachgewiesener Zusammenhang. Ein systematisch erhöhtes Sterberisiko durch die Impfung zeigt sich in diesen Daten nicht. Unabhängig davon prüfte ein internationales Forschungsnetz die Daten von 99 Millionen Geimpften aus acht Ländern auf 13 schwere Krankheitsbilder. Es fand tatsächlich Signale und benannte sie: Myokarditis und Perikarditis, das Guillain-Barré-Syndrom, Sinusvenenthrombose. Das sind seltene Ereignisse, und dass ein Überwachungssystem sie findet und veröffentlicht, ist das Gegenteil einer Vertuschung. Eine Impfung, die tötet, sähe in solchen Daten anders aus.
Negativitätsverzerrung
Die absolute Formulierung fokussiert ausschließlich auf das schlimmstmögliche Ergebnis, Tod, und blendet aus, dass sich unter über 197 Millionen in Deutschland verabreichten Dosen kein erhöhtes Sterberisiko zeigt. Seltene, schwere Nebenwirkungen wiegen im Bewusstsein schwerer als die überwältigende Mehrheit unauffälliger Impfverläufe, weil negative Information grundsätzlich stärker beachtet und länger erinnert wird als positive.
Die Negativitätsverzerrung beschreibt die Tendenz, negativen Informationen, Ereignissen und Erfahrungen mehr Gewicht zu geben als positiven von vergleichbarer Intensität. Negative Reize werden schneller wahrgenommen, stärker beachtet und länger erinnert als positive, dieser Effekt zeigt sich bereits im Säuglingsalter. Er gilt als evolutionär erklärbar, weil das rechtzeitige Erkennen von Gefahren überlebenswichtiger war als das Erkennen positiver Gelegenheiten. In der Nachrichtennutzung führt die Verzerrung dazu, dass bedrohliche oder alarmierende Meldungen besonders viel Aufmerksamkeit und gefühlte Glaubwürdigkeit erhalten.
Beleg zu diesem Mechanismus:
- Not All Emotions Are Created Equal: The Negativity Bias in Social-Emotional Development (Psychological Bulletin, via PMC (National Library of Medicine), 2008)
- Cross-national evidence of a negativity bias in psychophysiological reactions to news (Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS), via PMC, 2019)