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Parole

Obama wurde in Kenia geboren und war nie rechtmäßiger Präsident

Fakt

Die Geburtsurkunde liegt öffentlich vor. Das Gesundheitsministerium von Hawaii beglaubigte am 25. April 2011 zwei Kopien der Langfassung, die Behördenleiterin bezeugte das Kopieren des Originals persönlich. Eingetragen sind das Kapiolani-Krankenhaus in Honolulu als Geburtsort und der 4. August 1961 als Datum. Das Dokument wurde als Faksimile veröffentlicht und ist bis heute abrufbar. Donald Trump hielt die Behauptung noch Jahre nach der Veröffentlichung aufrecht und nahm sie erst 2016 zurück.

Psychologischer Hintergrund

Statusbedrohung

Der erste Schwarze Präsident der USA wurde über Jahre mit einer erfundenen Herkunftsgeschichte in seiner Legitimität infrage gestellt, obwohl die Geburtsurkunde laut Faktentext seit 2011 amtlich beglaubigt öffentlich vorliegt. Das Muster, einen Amtsinhaber über angebliche Fremdheit zu delegitimieren, spiegelt die Sorge, gewohnte Machtverhältnisse könnten durch den Aufstieg einer bislang unterrepräsentierten Gruppe kippen.

Statusbedrohung beschreibt die Furcht traditionell bevorzugter gesellschaftlicher Gruppen, ihre relative Position in der sozialen Hierarchie zu verlieren. Diese Angst entsteht nicht zwingend durch eigene wirtschaftliche Not, sondern durch die Wahrnehmung, dass frühere Vorrechte durch demografischen Wandel, wachsende Vielfalt oder einen Bedeutungsverlust der eigenen Gruppe schwinden. Wer sich im eigenen Status bedroht fühlt, ist empfänglicher für politische Botschaften, die diesen vermeintlichen Abstieg klar benennen und einer Gruppe zuschreiben. In Studien erwies sich dieser Effekt bei entsprechendem Wahlverhalten als stärker denn rein ökonomische Erklärungen.