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Parole

Flugzeugabstürze kommen von Diversitätsprogrammen beim Personal

Fakt

Keine Unfalluntersuchung hat diesen Zusammenhang festgestellt. Zum schwersten US-Luftfahrtunglück der letzten Jahre, dem Zusammenstoß über dem Potomac im Januar 2025 mit 67 Toten, nennt der Abschlussbericht der Unfallbehörde NTSB andere Ursachen: eine Helikopterroute zu nah an der Landebahn, eine nie durchgeführte Risikobewertung, Überlastung im Kontrollturm und eine der Besatzung nicht bekannte Abweichung des Höhenmessers. Der Bericht enthält 50 Sicherheitsempfehlungen, 33 davon an die Luftfahrtbehörde FAA. Die Behauptung fiel wenige Tage nach dem Unglück, als die Untersuchung gerade erst begonnen hatte.

Psychologischer Hintergrund

Suendenbock-Mechanismus unter relativer Deprivation

Wenige Tage nach dem Unglück über dem Potomac, bevor die Untersuchung überhaupt begonnen hatte, wird laut Faktentext ein politisch unbeliebtes Diversitätsprogramm für ein Unglück verantwortlich gemacht, dessen tatsächliche Ursachen komplex sind: eine zu nah gelegene Helikopterroute, eine fehlende Risikobewertung und Überlastung im Kontrollturm. Ein greifbares Feindbild ersetzt so die unbequeme technische Realität.

Relative Deprivation bezeichnet das Gefuehl, im Vergleich zu einer Referenzgruppe oder zu den eigenen Erwartungen benachteiligt zu sein, unabhaengig von der tatsaechlichen materiellen Lage. Dieses Gefuehl erzeugt Frustration, die sich nach der Theorie der Suendenbocksuche nicht gegen die eigentliche, oft zu maechtige oder zu diffuse Ursache richtet, sondern auf ein schwaecheres, greifbares Ziel verschoben wird. Historisch und empirisch zeigt sich dieses Muster besonders in Phasen wirtschaftlicher Unsicherheit, wenn eine erkennbar andere und wenig durchsetzungsfaehige Gruppe fuer Probleme verantwortlich gemacht wird, die tatsaechlich strukturelle oder komplexe Ursachen haben. Die Schuldzuweisung schuetzt dabei das eigene Selbstbild, weil Rueckschlaege extern statt in der eigenen Verantwortung verortet werden.