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Parole

Die Forschungsanlage HAARP steuert heimlich Erdbeben und Unwetter

Fakt

HAARP ist eine reale Forschungsanlage in Alaska, die mit Radiowellen die obere Atmosphäre untersucht. Erdbeben entstehen ganz woanders und anders: durch eine plötzliche Verschiebung an einer Bruchfläche in der Erdkruste, bei der über Jahre aufgestaute Spannung freigesetzt wird. Diese Spannung baut sich in Kilometern Tiefe zwischen Gesteinsplatten auf. Der feindliche Einsatz umweltverändernder Techniken ist zudem seit 1978 völkerrechtlich verboten, ausgehandelt in einem offenen Vertragsverfahren, dem auch die USA beigetreten sind.

Psychologischer Hintergrund

Kompensatorisches Kontrollbedürfnis

Erdbeben und Unwetter sind für den Einzelnen unvorhersehbar und nicht beeinflussbar, das macht sie besonders bedrohlich. Die Vorstellung, eine konkrete Anlage wie HAARP steuere solche Ereignisse gezielt, ersetzt zufällige, komplexe Naturgewalt durch eine von Menschen lenkbare Ursache und macht die Bedrohung dadurch gedanklich beherrschbar.

Menschen haben ein grundlegendes Bedürfnis, ihre Umwelt als geordnet und vorhersehbar wahrzunehmen. Wird dieses Gefühl persönlicher Kontrolle erschüttert, etwa durch wirtschaftliche Unsicherheit oder gesellschaftlichen Wandel, suchen sie nach Ersatzstrukturen, um die verlorene Ordnung wiederherzustellen. Das kann durch stärkeren Glauben an mächtige Institutionen oder eine lenkende höhere Macht geschehen, aber auch durch Verschwörungserzählungen, die zumindest eine schlüssige, wenn auch falsche, Erklärung liefern. Studien zeigen, dass Kontrollverlust die Neigung verstärkt, Muster und Absichten selbst dort zu erkennen, wo objektiv keine bestehen.