Es gibt keine Technik, mit der ein Hurrikan gesteuert oder erzeugt werden könnte. Die Hurrikanforschung der US-Wetterbehörde NOAA hat die Versuche dazu selbst dokumentiert: Das Projekt Stormfury impfte in den 1960er und 1970er Jahren Wolken mit Silberiodid und wurde eingestellt, weil sich keine Wirkung nachweisen ließ. Die Energiemengen sprengen jeden technischen Rahmen, allein die um das Auge von Hurrikan Andrew freigesetzte Wärme entsprach dem Vieltausendfachen der Leistung des Kernkraftwerks, über das das Auge zog. Der feindliche Einsatz von Umweltveränderungen ist zudem seit 1978 völkerrechtlich verboten, auch die USA sind der Konvention beigetreten.
Proportionalitätsfehlschluss
Ein verheerender Hurrikan mit massiven Zerstörungen fühlt sich für viele zu folgenschwer an, um bloß Ergebnis chaotischer Wetterphysik zu sein, weshalb eine große, absichtsvolle Ursache wie eine politisch gesteuerte Wetterwaffe plausibler erscheint als Zufall. Die tatsächlichen Energiemengen eines Hurrikans, laut Faktentext das Vieltausendfache der Leistung eines Kernkraftwerks, sprengen dabei jeden technisch beherrschbaren Rahmen.
Der Proportionalitätsfehlschluss beschreibt die intuitive Annahme, dass folgenschwere Ereignisse auch entsprechend große, bedeutsame Ursachen haben müssen. Eine banale oder zufällige Erklärung wird bei einem historisch einschneidenden Ereignis als unbefriedigend empfunden, selbst wenn sie zutreffend ist. Studien zeigen, dass Menschen eine Verschwörungserklärung eher akzeptieren, wenn die Folgen eines Ereignisses gravierend waren, etwa bei einem tödlich verlaufenen statt einem gescheiterten Attentat. Dahinter steht unter anderem das Bedürfnis, Kontrolle und Sinnhaftigkeit in einer komplexen Welt zu bewahren.