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Parole

Der menschengemachte Klimawandel ist eine Erfindung zur Bevormundung der Bürger

Fakt

Der menschengemachte Klimawandel ist durch weltweite Messreihen von Temperatur, CO2-Konzentration und Meeresspiegel belegt und wird vom Weltklimarat IPCC auf Basis tausender Studien bestätigt. Die Erwärmung folgt physikalisch dem Anstieg von Treibhausgasen aus fossilen Brennstoffen. Wer staatlichen und zwischenstaatlichen Stellen nicht glaubt, kann denen glauben, die eigenes Geld verlieren, wenn sie sich irren: Der Rückversicherer Munich Re führt seit 1980 eine der weltweit umfangreichsten Datenbanken zu Schäden aus Naturkatastrophen und kalkuliert damit seine Preise. Ein Unternehmen, das an einer erfundenen Bedrohung festhält, verrechnet sich zu seinen eigenen Lasten.

Psychologischer Hintergrund

Lösungsaversion

Die Parole bestreitet nicht in erster Linie Messdaten, sondern deutet den Klimawandel als Vorwand für staatliche Bevormundung um, weil die daraus folgende Politik, Regulierung, Verzicht, Eingriffe in den Alltag, als Bedrohung der eigenen Freiheit empfunden wird. Wer die Lösung ablehnt, bestreitet lieber gleich das Problem, genau das Muster, das Campbell und Kay experimentell für staatliche Regulierung nachwiesen.

Lösungsaversion bezeichnet die Tendenz, ein Problem selbst dann zu leugnen oder kleinzureden, wenn die bekannte Lösung der eigenen politischen Überzeugung widerspricht. Die Psychologen Troy Campbell und Aaron Kay zeigten experimentell, dass Menschen wissenschaftliche Belege stärker anzweifeln, sobald die damit verbundene Maßnahme ihr Weltbild bedroht, etwa staatliche Regulierung bei eher konservativ eingestellten Personen oder schärfere Waffengesetze bei eher liberal eingestellten Personen. Wird dieselbe Problemlage mit einer ideologisch akzeptableren Lösung verknüpft, steigt die Bereitschaft, das Problem überhaupt anzuerkennen, deutlich. Der Mechanismus erklärt, warum Faktenresistenz oft weniger mit dem Problem selbst zu tun hat als mit der Angst vor seiner Lösung.