CO2 ist zwar für Pflanzen wichtig, wirkt in der Atmosphäre aber als Treibhausgas und heizt das Klima auf. Zwar gab es natürliche Klimaschwankungen, doch die aktuelle Erwärmung verläuft ungewöhnlich schnell und fällt zeitlich mit dem starken Anstieg von CO2 aus fossilen Brennstoffen zusammen. Messungen und Modelle zeigen den menschlichen Anteil eindeutig. Der Verweis auf frühere Schwankungen widerlegt den menschengemachten Klimawandel nicht. Wer den staatlichen und zwischenstaatlichen Stellen nicht traut: Berkeley Earth wurde eigens gegründet, um die Einwände der Klimaskeptiker gegen die Temperaturreihen zu prüfen, teilweise finanziert aus deren eigenem Umfeld. Die Auswertung von 22 Millionen Stationsmesswerten bestätigte die Erwärmung.
Bestätigungsfehler
Die Parole verknüpft zwei für sich genommen korrekte Teilfakten, Pflanzen brauchen CO2 und das Klima veränderte sich schon früher, zu einer falschen Gesamtschlussfolgerung, weil genau diese Fakten die eigene Klimaskepsis stützen. Der belegte, historisch ungewöhnlich schnelle und mit dem CO2-Anstieg zusammenfallende menschengemachte Trend wird dabei ausgeblendet, ein Lehrbuchbeispiel für selektives Herausgreifen bestätigender Details.
Der Bestätigungsfehler bezeichnet die Tendenz, Informationen so zu suchen, zu interpretieren und zu erinnern, dass sie bereits bestehende Überzeugungen stützen. Passende Informationen werden dabei oft unkritisch übernommen, während widersprechende Fakten übersehen, abgewertet oder besonders strengen Prüfungen unterzogen werden. Der Effekt betrifft grundsätzlich alle Menschen unabhängig von Bildung oder Intelligenz und wirkt meist unbewusst. Er verstärkt sich, wenn eine Überzeugung emotional bedeutsam oder Teil der eigenen Identität ist.